Ein E-Trekkingbike soll vieles können: zur Arbeit pendeln, am Wochenende auf Tour gehen, Gepäck tragen. Gebraucht ist es deshalb für viele die naheliegende Wahl. Weil die meisten dieser Räder im Alltag gefahren wurden, sagt die Laufleistung hier oft mehr als das Baujahr. Ein älteres Rad mit wenigen Kilometern kann besser dastehen als ein jüngeres Pendlerrad, das jeden Tag bei jedem Wetter draußen war.
Prüfe die Ausstattung, die im Alltag zählt: Gepäckträger und seine Belastbarkeit, Schutzbleche, Lichtanlage und Ständer. Fehlt etwas davon, wird die Nachrüstung schnell teuer oder ist bei integrierten Lösungen gar nicht vorgesehen. Bei der Schaltung ist eine Nabenschaltung wartungsärmer, eine Kettenschaltung bietet oft mehr Spielraum am Berg. Beides ist bei Gebrauchträdern verbreitet, wichtig ist der Zustand von Kette, Ritzel und Bremsbelägen.
Beim Akku entscheidet die geplante Strecke. Wer täglich pendelt und zu Hause lädt, braucht meist keine maximale Kapazität. Wer auf Tour geht und nicht jeden Abend eine Steckdose sicher hat, sollte auf mehr Wattstunden achten. Prüfe auch, ob der Akku herausnehmbar ist, falls du nicht in der Garage laden kannst. Liefert der Händler Restkapazität oder Ladezyklen, zeigen wir das auf der Karte mit Quelle an.
Trekkingräder gibt es mit Diamant-, Trapez- und Tiefeinstieg. Die Rahmenform ist Geschmackssache und hat nichts mit dem Geschlecht zu tun, wirkt sich aber auf das Auf- und Absteigen und bei schwerem Gepäck auf die Steifigkeit aus. Für die Rahmengröße nutzt du am besten deine Schrittlänge, unser Finder rechnet bei Trekkingrädern mit dem Faktor 0,65 als Richtwert.
Beim Preisvergleich hilft die Einordnung gegenüber vergleichbaren Angeboten, sofern es davon mindestens fünf gibt. Sie sagt nur, wo der Preis innerhalb dieser Gruppe liegt, nicht, ob das Rad zu dir passt. Vergleiche danach die Garantie auf Motor und Akku, denn dort entstehen die teuersten Schäden. Rückgabefristen und Kosten für den Rücktransport unterscheiden sich ebenfalls deutlich zwischen den Händlern.