Ein E-Citybike fährt meist kurze Strecken, hält oft an und steht viel draußen. Gebraucht bedeutet das: Die Laufleistung ist häufig niedrig, aber Lager, Kette und Lackierung können trotzdem gelitten haben, wenn das Rad bei jedem Wetter abgestellt wurde. Sieh dir deshalb die Bilder genau an und achte auf Rost an Schrauben, Kette und Felgen.
Für die Stadt zählen ein bequemer Einstieg, eine aufrechte Sitzposition und eine wartungsarme Ausstattung. Nabenschaltung und Riemenantrieb sind verbreitet, weil sie wenig Pflege brauchen. Dazu kommen fest verbaute Lichtanlage, Schutzbleche, Ständer und ein Gepäckträger, der zu deinen Taschen oder einem Korb passt. Prüfe, ob ein Rahmenschloss vorhanden ist und ob du die Schlüssel vollständig bekommst, auch den für den Akku.
Beim Motor reicht in der Stadt oft ein Modell mit weniger Drehmoment, solange es keine starken Steigungen gibt. Wer häufig an Ampeln anfährt, schwere Einkäufe transportiert oder ein Kind mitnimmt, profitiert von mehr Durchzug. Unsere Karten nennen Hersteller und Newtonmeter, wenn der Händler sie angibt. Viele Citybikes kommen mit einem kleineren Akku aus, weil die Wege kurz sind und das Gewicht dann niedriger bleibt.
Bedenke, wo das Rad stehen soll. E-Citybikes wiegen deutlich mehr als normale Stadträder. Wer in den Keller oder ein Treppenhaus muss, sollte das Gewicht vorher prüfen und klären, ob sich der Akku zum Laden herausnehmen lässt. Bei der Rahmengröße ist der Spielraum wegen des tiefen Einstiegs oft etwas größer, die Sitzposition sollte trotzdem stimmen.
Vergleiche am Ende den Gesamtpreis inklusive Versand, die Garantie je Komponente und die Rückgaberegeln. Gerade bei Citybikes unterscheiden sich die Zustandsstufen der Händler: „Sehr gut“ bei einem Händler entspricht nicht unbedingt „Sehr gut“ bei einem anderen. Wir zeigen deshalb neben unserer groben Einordnung auch die Angaben, die der Händler selbst macht, auf der Detailansicht des Rads. Sieh dir dort auch den bisherigen Preisverlauf des Rads an, bevor du dich endgültig entscheidest.